Angekommen

huehnerhaus

Fast zwei Monate bin ich nun schon hier, aber es ist immer noch ein bisschen unwirklich. Die letzten Jahre waren eine Farce, eine richtige Pechsträhne. Und nun bin ich plötzlich an genau dem Ort, an den ich unbedingt wollte.

Ich vermisse die Stadt kein bisschen, obwohl es hier schwer ist, vermeintlich alltägliches zu bekommen. Möbel vor allem. Ohne Auto ist man aufgeschmissen. Ich werde mir wieder eines anschaffen müssen. Oder ich melde mich beim lokalen Elektroautosharing an.

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Eigentlich fehlt mir Moment aber die Hirnkapazität und vor allem die Zeit, um größere Entscheidungen zu treffen. Als erstes muss ich eine Strategie entwickeln, diese Wahnsinnsmengen Arbeit in den Griff zu bekommen, und vor allem den “Frustfaktor” des Daseins als Sisyphus. Dennoch bin ich interessanterweise zufriedener mit dem Job als in den 15 Jahren als Freelancer. Ein bisschen Sorge, dass ich die Abkehr von der Selbstständigkeit bereuen werde,  habe ich immer noch. Aber so ein regelmäßiges Gehalt kommt mir gerade wie das Paradies vor.

walk

Überhaupt, das Paradies. Der Weg zur Arbeit ist himmlisch. Ich liebe es, am Schloss vorbei zu gehen und dabei das Morgengeheul der Wölfe zu hören. Im Winter werde ich mich garantiert zu Tode gruseln, weil genau an der Stelle auch der kleine Waldfriedhof liegt. Vielleicht werde ich dann doch lieber durchs Feld gehen, ich Feigling.

reuss